ChatGpt Tipps: so schreibst du richtig gute Prompts
🔹 1. Schlechte oder unklare Prompts
Das ist der häufigste Grund, warum ChatGPT (egal ob GPT-4o oder GPT-5) schwache Ergebnisse liefert.
Typische Fehler
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Der Prompt ist zu vage („Schreib mir einen Text über SEO“).
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Es fehlt Zielgruppenbezug („für wen?“), Tonfall, Länge oder Verwendungszweck.
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Mehrere Anweisungen sind widersprüchlich („Schreib kurz und ausführlich“).
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Der Prompt enthält zu viele Themen auf einmal, wodurch das Modell verallgemeinert statt zu fokussieren.
Lösung
Ein guter Prompt ist wie ein Briefing für einen Texter.
Beispiel aus deiner Praxis:
❌ „Schreib einen Blogartikel über SEO für Anfänger.“
✅ „Schreib einen Blogartikel für Einzelunternehmer:innen, die SEO verstehen möchten, aber wenig Zeit haben. Verwende eine freundliche Du-Ansprache, einfache Sprache und gib praktische Beispiele, wie sie ihre Website selbst optimieren können.“
So ein Prompt liefert ein Vielfaches an Qualität — weil das Modell genau weiß, für wen, warum und in welchem Ton es schreibt.
🔹 2. Fehlender oder falscher Kontext
ChatGPT arbeitet nicht wie eine Suchmaschine, sondern wie ein Sprachmodell. Es „versteht“ nicht, was du meinst, wenn du es nicht sagst.
Beispiel
Wenn du sagst:
„Schreib mir eine Produktbeschreibung für meinen Onlinekurs.“
Dann weiß das Modell nicht, worum es in deinem Kurs geht, für wen er ist, was dein USP ist oder welches Format du bevorzugst.
Ohne diesen Kontext generiert es generische Texte, die man auf LinkedIn oft als „KI-Brei“ erkennt – glatt, austauschbar, ohne Seele.
Lösung
Immer Kontext mitgeben:
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Wer bist du?
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Für wen ist der Text?
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Was ist dein Ziel? (Verkauf, Information, Branding)
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Was ist besonders an deinem Angebot oder Ansatz?
🔹 3. Unklare Zielsetzung oder Bewertungsmaßstäbe
Viele Prompts enthalten kein „Kriterium“, nach dem die Antwort beurteilt werden kann.
Beispiel:
❌ „Schreib einen SEO-Text über Website-Optimierung.“
✅ „Schreib einen SEO-Text über Website-Optimierung, der für Einsteiger leicht verständlich ist, mindestens 800 Wörter hat, Überschriften nach SEO-Logik (H1–H3) nutzt und am Ende zu meinem Workbook über KI-gestütztes SEO führt.“
Das zweite Beispiel liefert:
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Struktur
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Suchmaschinenlogik
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Conversion-Fokus
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Einen klaren CTA
🔹 4. Mangel an Informationen oder falsche Datenbasis
ChatGPT kann nur so gut schreiben, wie die Informationen, die es bekommt.
Wenn der Prompt unvollständig ist oder die Infos unpräzise, entsteht automatisch „Halluzination“ (falsche Fakten oder Annahmen).
Das zeigt sich z. B. bei:
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Statistiken („KI wächst um 300 %…“) → ohne Quellen, oft erfunden.
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Spezifischen Tools („Wie funktioniert Tool X?“) → wenn das Modell keine aktuellen Daten hat.
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Branchenwissen („SEO-Trends 2025“) → wenn das Modell nur bis 2024 trainiert wurde und der User kein Update anfordert.
Lösung
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Bei aktuellen Themen: „Nutze aktuelle Informationen“ oder „Recherchiere online“ sagen (wenn Web-Zugriff aktiv ist).
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Oder gleich im Prompt eigene Daten liefern.
„Hier sind meine aktuellen Zahlen / Themen / Keywords – verwende sie bitte im Text.“
🔹 5. Zu kurze oder unterbrochene Chat-Historie
Viele vergessen, dass Kontext über den Chat hinweg zählt.
Wenn du neue Themen ansprichst, ohne vorherige Bezüge, fehlt dem Modell der rote Faden.
Beispiel:
Du lässt dir eine Blogstruktur erstellen und schreibst dann im neuen Chat „Mach mir den Text zu Punkt 3“.
→ GPT weiß dann nicht mehr, was Punkt 3 war.
Tipp:
Im selben Chat weiterarbeiten oder den relevanten Kontext neu einfügen („Hier war die Gliederung, Punkt 3 war: …“).
🔹 6. Überforderung durch vage oder zu komplexe Aufgaben
Selbst GPT-5 kann keine Magie vollbringen, wenn die Aufgabe zu ungenau oder überfrachtet ist.
Beispiel:
„Mach mir eine komplette SEO-Strategie für mein Unternehmen.“
Ohne Infos zu Zielgruppe, Branche, aktueller Website, Content-Status etc. ist das unmöglich.
Das Modell füllt die Lücken mit allgemeinen Aussagen.
Besser:
„Ich bin Webdesignerin für KMU, meine Zielgruppe sind Selbstständige, die ihre Website verbessern wollen. Mach mir eine SEO-Strategie mit Fokus auf Content-Optimierung und Keyword-Recherche.“
🔹 7. Fehlende Zusammenarbeit („Prompt-Iterationen“)
KI funktioniert am besten im Dialog.
Wenn User erwarten, dass ein einziger Prompt das perfekte Ergebnis liefert, sind sie meist enttäuscht.
Profis iterieren:
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Rohfassung generieren lassen
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Nachschärfen: „Mach’s emotionaler / kürzer / mit Beispielen“
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Feinschliff: „Optimiere für Conversion / SEO / Lesbarkeit“
Das ist exakt das, was du ohnehin schon als Copywriting-Workflow kennst.
🔹 8. Falsche Erwartungshaltung
Manche User erwarten von ChatGPT:
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eigenständige Recherchen ohne Webzugang,
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kreative Einzigartigkeit wie ein erfahrener Texter,
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oder das perfekte Endprodukt in einem Schritt.
Das Modell ist aber kein Texter mit Erfahrung – es simuliert Erfahrung, solange du ihm die nötigen Informationen gibst. Ohne die, bleibt es „oberflächlich gut“.
Fazit
Wenn du schlechte Ergebnisse bekommst, liegt es fast nie am Modell selbst, sondern an:
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Unpräzisen oder zu knappen Prompts
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Fehlendem Kontext
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Unklarem Ziel
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Fehlenden oder falschen Informationen
Ein erfahrener Nutzer – wie du – kann mit GPT-4o oder GPT-5 praktisch immer hochwertige Ergebnisse erzielen, weil du Briefing, Zielgruppe, Stil und Struktur kennst.
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